EINLADUNG ZUM LABOR-GESPRÄCH
Die Zukunft des Kreativlabors ist akut gefährdet
PRESSEMITTEILUNG / EINLADUNG
Kreativlabor München – Labor-Gespräch am Dienstag, 16. Dezember 2025, um 16:30Uhr:
Lösung liegt vor – trotzdem droht das Kreativlabor zu zerfallen.
Die Zukunft des Kreativlabors ist akut gefährdet. Trotz eines klaren Stadtratsbeschlusses zur Entwicklung eines Kulturquartiers stehen Kunst- und Kulturschaffende durch Änderungskündigungen der städtischen Tochter MGH – Münchner Gewerbehof und Technologiezentrumsgesellschaft mbH – vor massiven Mietsteigerungen.
Erste Nutzer*innen verlassen das Gelände bereits, weil sie dem Druck und der finanziellen Überforderung nicht standhalten können.
Gleichzeitig liegt eine rechtlich geprüfte, finanziell tragfähige und sofort umsetzbare Lösung vor:
Eine präzise Satzungsanpassung der MGH würde ermöglichen, im Kreativlabor rechtssicher gedämpfte, gemeinwohlorientierte Mieten zu vergeben – ohne Mehrbelastung für den städtischen Haushalt.
Doch politisch wird dieser Schritt bislang nicht vollzogen.
Andreas Schlegel, Mitglied im Vorstand des Labor München e.V., warnt eindringlich:
„Der Stadtrat hat ein Quartier für Kunst, Kultur, Bildung und Soziales beschlossen. Gleichzeitig werden die Voraussetzungen dafür nicht geschaffen. Wenn die Stadt dieses Quartier wirklich
will, muss sie jetzt handeln. Andernfalls bleibt vom politischen Bekenntnis nur ein rhetorisches Ja – während faktisch ein Nein umgesetzt wird.“
Die von den Änderungskündigungen direkt Betroffenen sehen die Lage als existenziell:
„Das ständige Engagement für das Gelände und der ganze Kampf um den Raum, parallel zu einer professionellen künstlerischen Arbeit, zermürben über die Jahre. Hinter all den Versprechen
bleibt nur die Tatsache, dass
wir hier nicht erwünscht sind.“ [Gernot A.], Künstler*in im Kreativlabor
Was die Stadt zu verlieren droht
Das Kreativlabor wäre im Begriff, ein Leuchtturm zu werden – als Pilotprojekt einer lebendigen Interaktion von Kunst, Kultur, Bildung und Sozialem. Die Strukturen sind aufgebaut, die Netzwerke
sind da.
Doch statt „das Licht einzuschalten“, so Vorstandsmitglied Schlegel, drohe die Stadt, diesen Leuchtturm nun verfallen zu lassen. Wichtig ist: Das Problem betrifft nicht nur direkte Mietverhältnisse.
Auch die städtischen Rückanmietungen auf dem Gelände werden teurer. Die angesetzten Mieten sind keine Kostenmieten, sondern orientieren sich am Fremdvergleich marktüblicher Mieten in München. Das führt zu einer teuren Kreislauffinanzierung: Die Stadt finanziert mit ihren knappen Kulturmitteln und über die Mieten der Künstler*innenschaft ihre eigene Immobilientochter – obwohl eine Satzungsänderung genau das verhindern könnte. Dadurch können mit den vorhandenen und angesichts der Haushaltslage der Stadt weiter sinkenden Kulturfördermitteln künftig immer weniger Projekte ermöglicht werden.
Einladung zum Labor-Gespräch
Dienstag, 16. Dezember 2025 – 16:30 bis 19:00 Uhr
Ort: Import Export, Schwere-Reiter-Straße 2h, 80636 München
Anmeldung: [email protected] | Andreas Schlegel (01520 569 66 70)
Pressekontakt
Der Vorstand des Labor Mü nchen e.V. – als gewählte Vertretung der Nutzer*innen des
Kreativlabors – steht für Interviews und Hintergrundgespräche jederzeit zur Verfügung.
Kontakt: Andreas Schlegel (01520 569 66 70)
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München, 13.11.2025
PRESSEMITTEILUNG
OPEN STUDIOS der Atelierhäuser im Kreativquartier
KUNST (T)RÄUMEN
29.+ 30.11. 2025
Beginn: Samstag, 29.11.2025, 14 Uhr mit Eröffnungsrede
ab 17 Uhr performative Prozession über das Gelände
Öffnungszeiten Gelände: Samstag 14:30-22 Uhr + Sonntag 12-18 Uhr
Kreativlabor am Leonrodplatz (Dachauer Straße/Schwere-Reiter-Str.)
PROGRAMM
Samstag, 29.11.2025
● 14 Uhr: Eröffnung OPEN STUDIOS (Atelierhaus)
● 15 Uhr: Eröffnung Jahresgaben eingeladen (Empfangshalle)
● 15 Uhr: Führung durch die Häuser und Teile des Geländes
● 17 Uhr: Performative Prozession über das Gelände
● 19 Uhr: Schnibbelparty mit Suppefassen&Stockbrot (Brauchbar/Zona Libre)
Sonntag, 30.11.2025
● ab 12 Uhr: Gemeinsames KunstWerken Fragen und Sticken (Leonrodhaus)
● 13 Uhr: Gesprächsrunde räumen oder träumen; anschl. Brotzeit (Leonrodhaus)
● 15 Uhr: Führung durch die Häuser und Teile des Geländes
● 18 Uhr: Schlussfanfare Kakophonie (alle Häuser)
Darüber hinaus finden während der Öffnungszeiten folgende Veranstaltungen statt:
● Bildersturm (Atelierhaus)
● Ausstellung Unbezahlbar und Diashow Rückblicke und Highlights in The Hive (Zona Libre)
● Open Space: Was will unsere Kunst (Haus2)
● The Hive: Infopoint
Informationen zur aktuellen Lage
Die vier großen Atelierhäuser des Kreativlabors auf dem Kreativquartier München veranstalten Ende November gemeinsam mit der zona libre und anderen Projekten ihre seit 2013 regelmäßig
stattfindenden Open Studios. Aus dem Leonrodhaus für Kunst und Film, Haus 2, dem städtischen Atelierhaus München und der Empfangshalle werden insgesamt knapp 100 Künstler*innen ihre Malereien,
Installationen, Performances und weitere Werke zeigen.
Das Besondere der diesjährigen Ausgabe sind die aktuellen Umstände, die viele der Künstler*innen teils in ihren Arbeiten, teils in der Form, in der diese präsentiert werden, reflektieren: Wohin
mit Kunst und Künstler*innen, wenn eine Stadt wie München letzte Kunst-Standorte an marktpreisorientierte GmbHs vergibt? Welche Rolle nimmt Kunst in politisch so brisanten Zeiten wie diesen
ein, in denen einerseits ihre demokratiestiftende Rolle unterstrichen wird, während ihr andererseits Räume und Förderungen zusehends zusammengestrichen werden?! Kulturpessimismus können und
wollen sich die beteiligten Künstler*innen jedoch nicht leisten: Sie zeigen mit ihren diversen künstlerischen Ansätzen, welch wichtigen und entscheidenden Beitrag sie bislang für die Münchner
Stadtgesellschaft bieten und weiterhin bieten wollen. Sie laden in diesem Zusammenhang insbesondere alle Interessierten und Kulturbegeisterten ein, ins Gespräch zu gehen, um dieses einzigartige
Gelände – Münchens größte, nicht-kommerzielle Kunst- und Kulturproduktionsstätte – dauerhaft und mit dem Rückhalt aus der Bevölkerung zu erhalten.
Weitere Angebote s. Webseiten der jeweiligen Häuser
Kontakt: Sara Gómez Schüller; [email protected]
Veranstalter: Labor München e.V. Kollaboration Kunst Kultur Bildung Soziales, gemeinnütziger Zusammenschluss der Nutzer*innenschaft im Kreativlabor
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München, 10. Okt. 2025 PRESSEMITTEILUNG HORRENDE MIETERHÖHUNGEN - DROHENDES AUS FÜR DAS KREATIVLABOR Stellen Sie sich vor, Sie erhalten von einem Tag auf den anderen eine Änderungskündigung mit dem Hinweis, dass Ihre Miete ab sofort das bis zu sechsfache oder mehr (!) betragen soll… So geschehen Ende September mit hunderten Künstler*innen, Kulturschaffende und Initiativen im Kreativlabor (Kerngebiet des Kreativquartiers am Leonrodplatz). Das Leuchtturmprojekt ‚Kreativlabor‘ vereint Künstler*innen und Kulturschaffende aus jeder erdenklichen Sparte (bildende Kunst, Film, Literatur, Tanz, Theater uvm.) und bietet ihnen und ihrer Arbeit einen bislang bezahlbaren Mietpreis, um so ihre Arbeit nicht nur möglich zu machen, sondern liefert auch gleich die Flächen, auf denen diese gezeigt werden kann. In Form von Ausstellungen, Aufführungen, Lesungen, Filmvorführungen etc. Aber nicht nur das: mit dem IMAL, dem Import/Export, dem MUCCA und der Skaterhalle stehen hier Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen Orte zur Verfügung, die rar gesät sind bzw. die es so ansonsten nirgendwo gibt in München! Inklusion, Nachhaltigkeit und Gemeinwohl sind hier keine leeren Schlagworte, sondern gelebte Werte. Die Stadt München, der es vergleichsweise gut geht, meint sparen zu müssen und das geht am einfachsten in den Bereichen, wo die Lobby klein ist, also bei Sozialem und Kunst. Und das, obwohl sie gerade sogar einen Beschluss zur Stärkung der Mitspracherechte der Nutzer*innenschaft verabschiedet hat! Einige Stimmen erheben sich daher bereits unter den Stadträt*innen… Die Stadt hat sich verrannt, als sie unser Gelände 2019 an die Münchner Gewerbehof und Technologiezentrumsgesellschaft mbH (MGH) – einer auf Wirtschaftlichkeit ausgelegten Tochtergesellschaft – übertragen hat und denkt nun, dass sie nicht zurückrudern kann, dass sie Geld nicht nur sparen, sondern ihre Tochtergesellschaft zukünftig zusätzlich einnehmen kann, indem ausgerechnet im letzten (!) verbleibendem Kunstquartier Münchens die Mieten drastisch erhöht werden. Doch die Rechnung ist eine andere. Wenn die Stadt München das Gelände zurück erwirbt und die MGH lediglich mit den notwendigsten Sanierungen beauftragt: - werden hunderte Künstler*innen auf dem Gelände und damit in der Stadt bleiben, die sich ansonsten gezwungen sähen, woanders hinzugehen; - werden dadurch hunderte Veranstaltungen, Aufführungen, Ausstellungen oder Workshops weiterhin Gelände stattfinden können; - bietet die Stadt München eine dringend nötige Nachwuchsförderung für angehende Künstler*innen und Kulturschaffende, die sich so ihre Existenz aufbauen können; - muss sich das Kulturreferat nicht mit hunderten Einzelanträgen auf Atelierförderungen herumschlagen, die ansonsten gestellt würden; - und spart die Stadt enorme zusätzliche Mietkosten, die für die Rückanmietung von Räumen für das Pathos Theater, das DOK.fest München, das schwere reiter… ansonsten fällig würden. Ein Schildbürgerstreich also, den die Stadt uns hier präsentiert! Als eines der am massivsten betroffenen Häuser, lädt das Leonrodhaus für Kunst und Film e.V., gemeinsam mit der Zona Libre, dem Haus2, Ateliers, Empfangshalle und dem Atelierhaus, Medienvertreter*innen daher am Aktionswochenende 28.11. - 30.11. auf das Gelände ein: Pressetermin: 28.11., 17 Uhr mit anschließender Protestsuppe – nach dem Motto: das letzte verbleibende Kunstquartier Münchens schenkt seinen Zaubertrank aus. Für eine Vorab-Berichterstattung sind Medienvertreter*innen bereits am 24.10. um 15 Uhr zu einem Rundgang über das Gelände herzlich eingeladen. Für Fragen und weitere Informationen stehen wir gerne zur Verfügung. Kontakt & Pressemappe: Asta von Unger und Sara Gómez Pressesprecherinnen Leonrodhaus für Kunst und Film e.V. [email protected] Webseite: https://www.leonrod-haus.de/ Instagram: https://www.instagram.com/leonrodhaus/ ©Asta von Unger